Von einem sicheren Zuhause träumen

Progressive Wohnungsbauinitiative für Lateinamerika

Der Traum von einem sicheren und würdevollen Zuhause ist das, wonach jeder strebt. Es ist nicht nur entscheidend für die eigene Sicherheit und Gesundheit, sondern auch für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Dennoch leben schätzungsweise 1,6 Milliarden Menschen weltweit in sogenannten mangelhaften Wohnverhältnissen, und diese Zahl wird voraussichtlich bis 2030 auf 3 Milliarden ansteigen. Können Sie sich den Zustrom von Menschen in informelle Siedlungen im nächsten Jahrzehnt und die Auswirkungen auf die Bewohner dieser Viertel vorstellen?

Antonio Pomarino Romero ist 75 Jahre alt und träumt seit 25 Jahren von einem eigenen Betonhaus.

Als globales Phänomen ist die Wohnsituation der Armen dramatisch und mit äußerst komplexen Herausforderungen verbunden. Daher ist der Bereich Bezahlbarer Wohnraum und Technologie einer der Fokusbereiche der Hilti Foundation. Dabei geht es nicht nur um die bekannte Cement Bamboo Frame Technology, die bedürftigen Familien ein sicheres und nachhaltiges Zuhause bietet. Die Stiftung unterstützt auch die Entwicklung und Umsetzung anderer Lösungen, um die Art und Weise, wie Familien leben und bauen, zu verbessern.

Im letzten Jahrzehnt wurden viele erfolgreiche Programme gestartet und unterstützt, wie z.B. der Finanzdienst MICRO BUILD FUND, CONSTRUYA zur Verbesserung der Bauarbeiterausbildung und TECH ACCELERATORS zur Einführung besserer Technologien. Für eine umfassende Lösung zur weiteren Verbesserung des Bauens und Wohnens für einkommensschwache Familien hat die Hilti Foundation nun die nächsten Schritte unternommen. Zusammen mit ihrem Partner Swisscontact arbeiten sie mit führenden Wohnbauorganisationen aus der gesamten Region zusammen, darunter UN Habitat, Miyamoto International und Habitat for Humanity, um zu erörtern, wie sie ihre Kräfte bündeln können, um ganze Ökosysteme zu transformieren.

„Wir werden den kostengünstigen Bau nur dann ändern können, wenn wir alle Aspekte berücksichtigen: Zugang zu Finanzmitteln, zu Materialien und zu Innovationen, bessere Regulierung, Kompetenzentwicklung und Bewusstsein“, sagt Johann Baar, Director Bezahlbarer Wohnraum & Technologie bei der Hilti Foundation.

Limas urbane Realitäten

Dieser Film aus Peru zeigt die Realität mangelhafter Wohnverhältnisse und konzentriert sich auf den inkrementellen Bau in Limas informellen Siedlungen, wo es Jahrzehnte dauert, ein Haus zu bauen. Das ist Alicia passiert. 23 Jahre lang hatte das Haus ihrer Familie nur ein Blechdach. Sie hatten Pläne, darauf aufzubauen, aber sie konnten es nie wirklich umsetzen. Entweder wurde ein Familienmitglied krank oder benötigte sogar eine Notoperation, oder ihr Vater verlor seinen Job. Alle Baupläne kamen zum Stillstand. Wie an vielen anderen Orten der Welt ist der Wohnungsbau in Peru für Familien mit geringem Einkommen ein langer Prozess und kein Kauf, wobei die Baukosten eine wichtigere Rolle spielen als die Bauqualität.

Mangelhafte Wohnverhältnisse & inkrementeller Bau

Luftaufnahme von dicht besiedelten informellen Siedlungen in Lima, Peru, zeigt das Ausmaß der städtischen Wohnprobleme.

Demografischer Wandel und rasche Urbanisierung führen dazu, dass Menschen aus ländlichen Gebieten in größere Städte ziehen. Oft landen sie in mangelhaften Wohnverhältnissen, die für den menschlichen Aufenthalt ungeeignet sind und die Gesundheit oder Sicherheit der Bewohner bedrohen. Solche informellen Strukturen wurden über Jahre hinweg inkrementell gebaut, ohne Zugang zu Planungsleistungen, hochwertigen Materialien oder qualifizierten Arbeitskräften. Familien investieren in die Verbesserung ihrer Häuser, wann immer Geld verfügbar ist. In Städten wie Lima (Peru) oder Manila (Philippinen) leben schätzungsweise 60 % der Bevölkerung unter diesen Bedingungen.

 

Progressive Wohnungsbauinitiative für Lateinamerika

Frau steht in einem unfertigen Backsteingebäude, von Sonnenlicht beleuchtet, symbolisiert Hoffnung auf besseren Wohnraum.

Die Verbesserung des kostengünstigen Bauens wird nur möglich sein, wenn alle Aspekte berücksichtigt werden: Zugang zu Finanzierungen, hochwertige Materialien und Innovationen sowie bessere Regulierung, qualifizierte Arbeitskräfte und Bewusstsein. Aus diesem Grund brachte die Hilti Foundation im Jahr 2021 zehn der bedeutendsten Wohnungsbauorganisationen Lateinamerikas zusammen, um einen umfassenden Ansatz zu diskutieren und zu entwerfen, wie einkommensschwache Familien bauen und leben können. Durch die Verknüpfung ihrer Programme und die Förderung von Veränderungen durch Zusammenarbeit soll der Wohnungsbestand in den für eine Testphase ausgewählten Bezirken massiv verbessert und die lokale Verwaltung befähigt werden, den Wohnungsbau nachhaltig zu verbessern.




 

Bezahlbarer Wohnraum & Technologie

Familienmitglieder verbringen Zeit in ihrem Zuhause in Lima, illustriert den Alltag in einkommensschwachen Wohnverhältnissen.

Angemessener Wohnraum ist ein Menschenrecht und eine Voraussetzung für soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Derzeit leben schätzungsweise 1,6 Milliarden Menschen weltweit in mangelhaften Wohnverhältnissen, bis 2030 wird ein Anstieg auf 3 Milliarden Menschen erwartet. Dies hat erhebliche Auswirkungen nicht nur auf ihre Sicherheit und Gesundheit, sondern auch auf ihre wirtschaftlichen Chancen und soziale Inklusion. Durch die Entwicklung innovativer Technologien und nachhaltiger Baukonzepte trägt die Hilti Foundation dazu bei, sicheren und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, der bedürftigen Menschen als Ausgangspunkt für ein besseres Leben dienen kann.

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